Gutscheine anstatt Kita-Plätze? |
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Entscheid des Stadtrats, die bisherige Zusammenarbeitsform zwischen der
Stadt Bern und den privaten Kitas mittels Leistungsverträgen über
den Haufen zu werfen und durch ein Gutscheine-System zu ersetzen, ist
schlecht für die Familienstadt Bern. Umso mehr noch, da sich die
Mitte-Rechts-Mehrheit im gleichen Zug auch für eine Beschränkung
der Subventionen aussprach, wo doch ein Ausbau dringend nötig wäre.
Damit erweist die Mitte-Rechts-Koalition den privaten Kitas, für
die sie sich angeblich einsetzt, einen Bärendienst: Sämtliche
Leistungsverträge – für über 600 Plätze –
müssen gekündigt werden, wodurch die Kitas ihre Planungssicherheit
verlieren und das Personal um den Job bangen muss. Auch für die Eltern
ist es eine Verschlechterung: Sie erhalten statt einen Kita-Platz nur
einen Gutschein. Den Platz müssen sie selber suchen. Was jedoch,
wenn sich kein Platz finden lässt, weil es – durch die Beschränkung
der Subventionen und das grosse Betriebsrisiko für Kitas –
zu wenige Plätze gibt? Was, wenn keine Kita bereit ist, das Kind
aufzunehmen, weil es vielleicht nicht ganz pflegeleicht ist? Pech gehabt!
Die Motionär/innen von GLP/GFL/EVP/FDP/BDP/CVP scheint dies nicht
zu kümmern. Sie spielten übrigens eine üble Doppelrolle,
indem sie sich stets betont kita-freundlich gaben, sich jedoch die SVP
geschickt ins Boot holten, indem sie eine Beschränkung der Subventionen
forderten. Das kanns nicht sein. Die SP kämpft weiterhin vehement
für genügend subventionierte Kita-Plätze, für eine
gute Betreuungsqualität, soziale Durchmischung in den Kitas, gute
Arbeitsbedingungen für das Personal und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit
zwischen städtischen und privaten Kitas. Nach diesem Stadtratsentscheid
ist nun die SP-Initiative „Kitas ohne Wartelisten“ nötiger
denn je, die den Eltern mit einem Rechtsanspruch – Gutscheine hin
oder her – eine echte Sicherheit gibt, dass sie innert einer bestimmten
Frist einen Kita-Platz erhalten. |
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