Fraktionserklärung SP/JUSO (Auszug) Stadtratssitzung vom 26.05.11 von Ursula Marti |
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Die SP-JUSO-Fraktion ist der Waldstadt gegenüber mehrheitlich kritisch eingestellt. Wir wollen deshalb ein klares Zeichen setzen und nehmen die Motion von Luzius Theiler an. Einzelne werden dagegen stimmen oder sich enthalten. Für uns ist die so genannte Waldstadt ein fragwürdiges Unterfangen. Je mehr man über das Projekt weiss, desto klarer wird: es macht keinen Sinn. Als erstes
möchte ich darauf hinweisen, dass es gar nicht um eine Waldstadt
geht - dieser Name ist irreführend. Es geht um nichts anderes, als
darum, einen Wald abzuholzen und darauf ein ganz nomales, neues Quartier
zu bauen – eines, dass man auch an einem andern Ort bauen könnte.
Vom Wald würde bei dem Projekt nichts übrig bleiben - ausser
pro forma ein paar einzelne Bäume, die man auch bei einer neuen Siedlung
anpflanzen würde. Das Projekt
erscheint uns unrealistisch: die Initianten sind angetreten mit dem Ziel,
für 10'000 Personen Wohnraum zu schaffen, das steht noch heute auf
der Website. Das würde eine Wohndichte bedeuten, die 2 bis 2,5 höher
wäre als beim Tscharnergut oder fast 3 Mal so hoch wie in der Altstadt.
Das muss man sich mal vorstellen. Und da sollen dazwischen sogar noch
Waldstücke Platz haben? Und Platz für Zufahrten, Leitungen usw.?
Gegen ein neues Quartier haben wir nichts einzuwenden, im Gegenteil. Wie im Postulat von Gisela Vollmer steht, bitten wir darum, die Prüfung von möglichen Standorten voran zu treiben. Und wir anerkennen auch, dass daran gearbeitet wird. Aber wir
möchten den Bremgartenwald Wald sein lassen. Er bildet eine natürliche
Siedlungsgrenze, die man nicht zerstören oder ausfransen sollte.
Der Bremer – und auch das zur Diskussion stehende Stück –
ist für die Bevölkerung ein wichtiges Naherholungsgebiet, das
sehr rege genutzt wird und auch ökologisch wertvoll ist. 26.05.2011/Ursula
Marti
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